DSGVO in WhatsApp Business-Kampagnen: Was ein Geschäft sicherstellen muss
Das Versenden einer Werbekampagne per WhatsApp wirft dieselben DSGVO-Fragen auf wie jede andere Marketingkommunikation – nur dass die höhere Rücklaufquote mehr Sorgfalt erfordert.

Die DSGVO macht bei WhatsApp keine Ausnahme. Eine über diesen Kanal versendete Werbekampagne unterliegt denselben Verpflichtungen wie jede andere Direktmarketing-Mitteilung – vorherige Einwilligung, klarer Zweck und eine einfache Möglichkeit für den Empfänger, den Erhalt weiterer Nachrichten abzulehnen.
Einwilligung: die Grundlage für alles
Bevor ein Online-Shop Werbemitteilungen versendet, benötigt er eine Rechtsgrundlage dafür – in der Regel die ausdrückliche Einwilligung des Kunden, die zum Zeitpunkt des Kaufs, der Registrierung oder einer anderen eindeutigen Interaktion erteilt wurde. Ohne diese Einwilligung erhobene Kontaktdaten dürfen nicht für Marketingkampagnen verwendet werden, unabhängig davon, ob die Nummer technisch verfügbar ist.
Wo befinden sich die Daten?
Die eigene Infrastruktur von WhatSMS – Chatverlauf, Kontakte, Kampagnendaten – wird auf europäischen Servern gehostet, und auch die KI-Komponente läuft auf europäischen Servern. Dies betrifft zwar den Teil der Plattform, beseitigt jedoch nicht das grundlegende Problem: WhatsApp wird von Meta betrieben, und jede über diesen Kanal gesendete Nachricht durchläuft die Infrastruktur von Meta als Unterauftragsverarbeiter, unabhängig davon, wo der Shop seine eigenen Aufzeichnungen speichert. Dies sollte bei der Risikoanalyse jeder Kampagne berücksichtigt werden – weitere Einzelheiten zu dieser Datenverarbeitung finden Sie in unserer DSGVO-Richtlinie.
Recht auf Löschung und Widerspruch
Ein Kunde kann jederzeit beantragen, keine Mitteilungen mehr zu erhalten oder seine Daten löschen zu lassen. Die Plattform ermöglicht es, diese Anfragen zu bearbeiten – einen Kontakt aus der Kampagnenliste zu entfernen oder den zugehörigen Verlauf auf Wunsch zu löschen.
Bewährte Verfahren zur Einhaltung der Vorschriften
Dokumentieren, wie und wann jeder Kontakt seine Einwilligung erteilt hat, Kampagnen ausschließlich auf diejenigen ausrichten, die den Erhalt von Marketingmitteilungen tatsächlich genehmigt haben, und in jeder versendeten Nachricht stets eine einfache Möglichkeit zur Abmeldung einbauen – diese drei Vorgehensweisen decken den größten Teil des Risikos einer Nichteinhaltung der Vorschriften bei einer typischen Einzelhandelskampagne ab.
Was das Geschäft noch entscheiden muss
Aufzeichnung der Einwilligung als Nachweis
Im Falle einer Prüfung oder einer Kundenbeschwerde ist eine klare Dokumentation darüber, wann und wie die Einwilligung erteilt wurde, die beste Absicherung für ein Geschäft. Die Plattform speichert diesen Verlauf für jeden Kontakt, was die Bearbeitung solcher Anfragen erleichtert, falls sie auftreten sollten.
Keine Plattform allein garantiert vollständige Konformität – dies hängt auch von den internen Prozessen des Shops ab, wie Daten erfasst und verwaltet werden. Sie können ein kostenloses Konto erstellen, um die technische Funktionsfähigkeit der Plattform während dieser internen Bewertung ganz unverbindlich zu testen.
Häufig gestellte Fragen
Verarbeitet WhatSMS Daten aus Kampagnen außerhalb der Europäischen Union?
Nein. Die eigene Infrastruktur von WhatSMS ist auf europäischen Servern gehostet, und auch die KI-Komponente läuft auf europäischen Servern.
Wie kann ein Kunde beantragen, keine Werbemitteilungen mehr zu erhalten?
Die Plattform ermöglicht es, den Kontakt aus der Kampagnenliste zu entfernen oder den zugehörigen Verlauf zu löschen, sobald die Anfrage eingegangen ist.
Speichert die Plattform einen Nachweis darüber, wann die Einwilligung erteilt wurde?
Ja. Zu jedem Kontakt wird ein Verlauf gespeichert, was die Bearbeitung einer Prüfungsanfrage oder einer Beschwerde bezüglich einer bestimmten Kampagne erleichtert.
Verarbeitet WhatsApp als Eigentum von Meta ebenfalls die übermittelten Daten?
Ja. WhatsApp wird von Meta als Unterauftragsverarbeiter für alle über diesen Kanal gesendeten Nachrichten betrieben – ein Faktor, der bei der Risikoanalyse einer Kampagne zu berücksichtigen ist.
Ist eine ausdrückliche Einwilligung erforderlich, bevor eine Werbekampagne per WhatsApp versendet wird?
Ja. Das ist die erforderliche Rechtsgrundlage für den Versand, die in der Regel zum Zeitpunkt des Kaufs, der Registrierung oder einer anderen eindeutigen Interaktion mit dem Kunden erteilt wird.
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